Beim Girls' Day 2026 haben 14 Schülerinnen aus Göttingen und Umgebung einen Einblick in die moderne Forschung des SFB 1633 erhalten und konnten selbst spannende Experimente zu wichtigen Zukunftstechnologien durchführen:

So stellten sie unter anderem fluoreszierende Nanopartikel her, färbten elektrochemisch Metalloberflächen ein, untersuchten die Vorgänge beim Laden und Entladen von Batterien oder bauten eine alkalische Brennstoffzelle. Dies alles sind Prozesse, die auch in industriellen Anwendungen eine wichtige Rolle spielen und an denen grundlegende Prinzipien nachhaltiger Energietechnologien nachvollzogen werden können.

Im Anschluss an die Experimente hielt Lynn Meeder aus dem Arbeitskreis von Prof. Ricardo Mata einen interessanten und inspirierenden Vortrag über die aktuelle Forschung im SFB 1633. Sie gab Einblicke in laufende Projekte, erklärte die Bedeutung für zukünftige technologische Entwicklungen und zeigte mögliche Wege in ein naturwissenschaftliches Studium oder eine wissenschaftliche Karriere auf. 

 

                  

 Am 19. April 2026 präsentierte sich eine Vielzahl ein Forschungsgruppen in der Göttinger Innenstadt einem breiten Publikum: Beim Aktionstag "Science goes City" konnten interessierte Besucher von 12 bis 18 Uhr ein abwechslungsreiches Programm aus Mitmachangebote und Bühnenveranstaltungen direkt im Zentrum der Stadt erleben und dabei spannende Einblicke in aktuelle wissenschaftliche Fragestellungen gewinnen.

Auch der Sonderforschungsbereich 1633 war Teil des Programms und stellte seine Forschung in der Johanniskirche vor. Verschiedene Exponate zur Ladungstrennung, Energiespeicherung und zur Synthese wichtiger Chemikalien luden dazu ein, mit den Forschenden ins Gespräch zu kommen und mehr über zentrale Themen der aktuellen Grundlagenforschung zu erfahren. Besonders gefreut haben wir uns über den hohen Andrang und den intensiven persönlichen Austausch vor Ort, der auch für uns sehr bereichernd war.

                  

Auf der internationalen Konferenz New Perspectives in Science Education vom 19. bis 20. März 2026 präsentierte Vivian Keune vom Sonderforschungsbereich 1633 neue Schulexperimente zur Vermittlung nachhaltiger Chemie.

Im Zentrum des Beitrags stand Anilinschwarz, einer der ältesten synthetischen Farbstoffe, der heute als möglicher Energiespeicher erneut an Bedeutung gewinnt. Dieser Farbstoff kann nicht nur klassisch unter umweltschädlichen und krebserregenden Bedingungen hergestellt werden, sondern auch elektrochemisch, also mithilfe von elektrischem Strom. Dieser alternative Weg kann auch sicher und unkompliziert in der Schule durchgeführt werden und ermöglicht anregende Diskussionen über moderne Strategien zur Problemlösung in der Chemie.

Die Elektrifizierung organischer Synthesen, die Verwendung neuer Katalysatoren und die Suche nach ungefährlicheren Synthesewegen sind zentrale Themen im SFB 1633. Mithilfe der neu entwickelten Experimente kann auch in der Schule an einem authentischen Beispiel vermittelt werden, wie moderne Forschung eine sicherere und nachhaltigere Chemie ermöglicht.

Die Präsentation stieß auf großes Interesse beim internationalen Publikum und sorgte für viele angeregte Diskussionen. Die vollständige Veröffentlichung und die Experimente finden sich kostenlos zugänglich unter https://conference.pixel-online.net/NPSE/acceptedabstracts_scheda.php?id_abs=7925.

 

                  

Am 9. und 10. März fanden erneut die alljährlichen Studieninformationstage an der Universität Göttingen statt, bei denen Interessierte unterschiedlichste Angebote, Vorträge und Mitmachaktionen besuchen konnten. Zahlreiche Klassen, Lehrkräfte und Familien nutzten die Gelegenheit, einen ersten Eindruck in das Studienangebot sowie den universitären Alltag zu gewinnen.

Auch der Sonderforschungsbereich 1633 war an beiden Tagen mit einem Informationsstand vertreten und lud die Teilnehmenden ein, aktuelle Forschungsmöglichkeiten kennenzulernen. In persönlichen Gesprächen mit Promovierenden, wissenschaftlichen Angestellten und Professoren am Stand konnten die Teilnehmenden ganz unkompliziert und zwanglos über das Studium, Karrierewege in der Wissenschaft oder aktuelle Forschungsmöglichkeiten sprechen. Besonderes Interesse weckten dabei die präsentierten Experimente zur Wasserstoffgewinnung und -speicherung, an denen die Vorteile und Herausforderungen nachhaltiger Energietechnologien und die Forschungsziele des SFB 1633 anschaulich diskutiert werden konnten. 

In den letzten Wochen durften wir im SFB1633 eine Schülerin und einen Schüler vom Otto-Hahn-Gymnasium in unseren Laboren begrüßen. Im Rahmen ihrer Facharbeiten erhielten sie die Gelegenheit, eigenständig an aktuellen Forschungsprojekten mitzuarbeiten und einen authentischen Einblick in den wissenschaftlichen Alltag zu gewinnen.

Inhaltlich beschäftigten sie sich mit Fragestellungen aus der modernen Elektrochemie. Schwerpunkte lagen dabei zum Beispiel auf der elektrochemischen Herstellung von Chemikalien oder der Entwicklung von Oberflächenmodifikationen - zukunftsweisende Ansätze, um nachhaltige und energieeffiziente Produktionswege zu ermöglichen. Darüber hinaus arbeiteten sie an der Aufklärung von Reaktionsmechanismen, um die zugrunde liegenden Prozesse auf molekularer Ebene besser zu verstehen.

Wir freuen uns sehr über das große Engagement und Interesse, mit dem die beiden ihre Projekte verfolgten, eigenständig Experimente planten und Messreihen durchführten und wünschen ihnen für ihren weiteren Weg viel Erfolg und Neugier auf die Welt der Wissenschaft!